Praxis-News

Das Mikrobiom in Diagnostik und Therapie

Eine Ganzheitliche Betrachtung des Mikrobiom insbesondere seiner Schleimhäute bei einer Colitis bei einer Allergie oder einer Entzündung der Nasennebenhöhlen, mit einem Bezug zu einer osteopathischen Therapie.

 

Das Mikrobiom mit dem Bezug zur Embryologie, der Anatomie, der Physiologie, der Diagnostik und Therapie.

Eine kurze Embryologische Betrachtung der Organe die im Entodermalen--Keimblatt entstehen (1.)

Die Organe die aus dem Entoderm bzw. aus dem Dottersack und der Allantois entstehen sind der Magen-Darm-Kanal mit Leber, der Gallenblase und der Pankreas. Der Ösophagus und das hintere Drittel der Mundhöhle, sowie die Schilddrüse, und die Nebenschilddrüse. Das Epithelgewebe der Tonsilla palatina, die Tuba auditiva und das Epithel der Cavitas tympanica, die Respirationsorgane, das Epithel und die Drüsen der Lunge, der Bronchialbaum, die Trachea und Larynx sowie die unteren Harnwege wie die Blase, der Urethra und Urachus .

Ein Blick auf das Mikrobiom (2.)

Die Schleimhaut des Mikrobioms mit den Bakterien des Menschen bildet hier ein wichtiges kompaktes System welches in seiner Spezifischen Aufgabe für Abwehr von Schadstoffen und für die Verwertung der Nährstoffe eine große Wichtigkeit hat.

In allen Organen des Menschen hat man Bakterien und ihre Stoffwechselprodukte als Partner der Körperzellen entdeckt. Sie zählen zu den köpereigenen Zellen.

Sie erhalten das Fließgleichgewicht des Menschen.

Sie sind bei der Aufnahme der Umwandlung und der Abgabe von Stoffen im Körper beteiligt. Bei der Nahrung, der Atemluft, bei Körperkontakt. Sie regen die Zell- zu Zellkontakte, die Rhythmen im Organismus an. Sie tragen zur Verdauung und Stoffwechsel bei und stehen in Verbindung mit den Zellen des Immunsystems. Sie haben Einfluss auf das Enterische und Zentrale Nerven System sowie zum System der Hormone.

Störungen des Gleichgewichts zu entzündlichen und sklerotischen Tendenzen, mit Schmerzen im Gelenk und Muskelsysteme. Die Bakterien haben Einfluss auf das Körpergewicht bis hin zu psychosomatischen Erkrankungen.
Das Mikrobiom bildet sich schon im Mutterleib. Es gelangt über das Blut der Mutter aus ihrem Darm und Plazenta zum Embryo. Mit der Geburt gelangen diese ersten Bakterien über den natürlichen mütterlichen Hautkontakt und über das vaginale System mit dem Geburtswasser zum Embryo. bzw. Baby. Bis zum dritten Lebensjahr bildet sich ein stabiler Bakterienstamm.

Ihre Aufgaben sind die Feinverdauung der Nahrung, das Gestalten des Ausscheidens, der Hormonhaushalt, das Balancieren des Immunsystems, das Gestalten von Körperrhythmen, Beeinflussung des Nervensystems, die Fruchtbarkeit bis hin zu psychischen Prozessen. Die Darmbakterien bilden z.B. den nötigen Serotoninhaushalt der Bauchregion. Ein Mangel von Bakterien kann den Schlaf-Wach-Rhythmus negativ beeinflussen. Das Serotonin stellte die Vorstufe für das Schlafhormon des Menschen das Melatonin dar. Es besteht ein natürliches Fließ-Gleichgewicht mit ständigen Bakterienaufnahmen und Bakterienabgaben. Die Verdauung der Bakterien erfolgt unter anderem durch die Nahrungsaufnahme. Bakterienverlust im Organismus führt zu Krankheiten. Ein zu großer Verlust von Bakterien führt zu einer mangelhaften Wiederherstellung von Bakterien.

Die Darmscheimhaut besteht aus einer dynamischen Muzin Schicht, die fest an den Darmepithelzellen aufgelagert ist.

Nach der mechanischen Zerkleinerung und Zersetzung durch die Verdauungssäfte wird die vorverdaute Speise nun von den Bakterien zersetzt.

Die Bakterien regen die Becherzellen zur Schleimbildung an. Die Bakterien zersetzten den Schleim in kurzkettige Fettzellen, die dann den Darm mit Energie versorgen. Eine Mangeldurchblutung bei z.B. hoher Symphatikustonus, beeinträchtigt das Mikrobiom. Ein gesundes Mikrobiom mit dem dazu nötigen Schleim kann wesentlich besser bestehende Toxine in die Darmflüssigkeit (Stuhl) einbringen und damit ausscheiden. Die Darmepithelzellen sind durch Kittleisten verbunden, die das ein Protein das Zonulin bildet. Diese reagiert auf Nahrungsbestandteile wie z.B. Getreide mit dem Getreideeiweiß Gliadine. Ein Verlust dieser Kittleistenregulation führt zu einem geöffneten Zustand „dem Leaky Gut“ (unverdichteter Darm). Der Reizdarm entsteht.

Es kommt zu Durchfällen, Nahrungsunverträglichkeiten, Schmerzen und Krämpfen. Da es Kittleisten auch in der Blut-Hirn-Schranke und der Hoden-Blutschranke gibt, welches auch durch das Zonulin reguliert wird kann eine Fehlfunktion im Darm zu Folgen im Nervensystem und der Spermafunktion führen.

Die Stoffe (Toxine wie z.B. Medikamente) gelangen über das Pfortadersystem zur Leber und dies führt zu Entzündungen in der Leber, sowie in allen anderen Organen.

Ein geschwächter Leberstoffwechsel führt zur Gewichtszunahme. Ein Diabetes kann entstehen. Desweiteren degenerative Erkrankungen, entzündliche Erkrankungen, chron. Müdigkeit, Störungen der Psyche bis hin zu Herzkreislauferkrankungen. Bakterien unterstützen die Helferzellen. Allergien, Asthma bronchiale, Heuschnupfen, Parodontitis und Neurodermitis lassen sich durch die Behandlung des Bioms lindern.

 

 

Hier das Beispiel einer ,,Akute Colitis“ verursacht durch eine Divertikulitis des Colon Sigmoideus bei einer Patientin mit jahrelangen abdominalen Beschwerden, einem Blähbauch und Verdauungsproblemen, einem gestauten Colon sigmoideus, einer Divertikulitis des Sigmoid, mit einer Antibiotischen Therapie bis zu einem akuten Bauch mit Fieber und einer Colitis, die wieder mit einer Antibiotischen Therapie behandelt wurde. Die dann in der Nachsorge ihrer Hausärztin eine Mikrobiologischen Stuhldiagnostik durchgeführt hat. Dieser Patient wurde dann mit einer Komplementärmedizinischen Therapie als Ernährungsempfehlung und der Gabe eines Homöopathischen Mittels behandelt. Begleitend wurde eine osteopathische Therapie durchgeführt.

 

 

Die Mikrobiologische Stuhldiagnostik (3.)

Eine Mikrobiologische Untersuchung in einer Stuhldiagnostik, mit den im Vorfeld angewandten Diagnostischen Mitteln wie dem CT, dem Röntgen, dem MRT und der Blutuntersuchung, mit dem klinischen Bild wie Fieber, Schmerzen und Druck im Bauchraum bis zur Übelkeit und einer starken Druckempfindlichkeit, können hier die richtigen und wichtigen Hinweise geben.

 

Im Fall einer Patientin ergab das folgende Diagnosen:

  1. Wie die Gabe von Milchsäurebakterien
  2. Das Reduzieren des Anteils der wasserstoffperoxidbildenten Laktobazillen
  3. Das Vermehren der proteolytischen Bakterien

Die Milchsäurebakterien sollten diese Anforderungen erfüllen

  1. Einen hohen Anteil von Milchsäurebakterien
  2. Keine Laktose und Gluten
  3. Laktobazillen mit einem hohen Anteil von Wasser und Sauerstoff

 

Therapie:

Über einen Zeitpunkt von 8-15 Monaten

  1. Die Gabe von Mykologische Mikrobiotikum
  2. Die Aufnahme von Ballaststoffen in der Nahrung, aus diätischen Produkten, die wasserlösliche Ballaststoffe enthalten, die resistente Stärke enthält, wie zum Beispiel die Kartoffel.

 

Für die Patientin wurde eine mikrobiotabezogene Ernährungsempfehlung gegeben

  1. Die Förderung des Faecalibacterium prausnitzii, durch die Zufuhr von resistenter Stärke, durch Bananen, Haferflocken, Pellkartoffeln
  2. Die Förderung von Akkermansia muciniphilia, die reich an Stärken und Polyphenolen sind, durch Trauben, Grünkohl, Rotkohl, Leinsamen, Heidelbeeren, Pfefferminze, Salbei, Nelken, Ingwer, Grüner und schwarzer Tee und Hagebutten.
  3. Die Förderung von Bifidobacterium adolescentis durch Früchte, Gemüse und braune Meeresalgen.
  4. Die Förderung des Ruminococcus bromil durch Kartoffeln und Sojasprossen.
  5. Die Förderung von Lactobacillus plantarum durch Kefir, Sauerkraut, Oliven und Essiggurken.

 

Gemieden sollten folgende Nahrungsmittel (FODMAPS arm, reduziert Kohlenhydrate und Zuckeralkohole)

  1. Große Mengen von Obst.
  2. Milchprodukte wie Milch, Buttermilch, Ziegenmilch, Schafsmilch, Sauerrahm.
  3. Gemüse wie Erbsen, Brokkoli, Kohl, Knoblauch, Spargel.
  4. Alle heimischen Getreidearten.
  5. Getränke wie Alkohol und Fencheltee.

 

In der Mikrobiologischen Stuhldiagnostik wurden die Bakterienstämme folgend differenziert

  1. Immunmoduliernde Mikrobiota mit zwei Stämmen, die das Immunsystem stärken.
  2. Protektive Mikrobiota mit vier Stämmen, die das Ansiedeln von Erregern verhindert.
  3. Mukonutritive Mikrobiota mit zwei Stämmen, die die Schleimhaut ernährt.
  4. Ballaststoffabbauende Mikrobiota mit zwei Stämmen, die die Ballaststoffe abbauen.
  5. Neuroaktive Mikrobiota mit zwei Stämmen, die über das GABA (Neurotransmitter des ZNS was mit den Gehirnglückshormonen z.B. dem Serotonin in Verbindung steht) und auf die Darm-Hirn- Achse wirkt.
  6. Proteolytischen Mikrobiota mit acht Stämmen, die Proteine abbauen und die Leber und Verdauung schädigen können.
  7. Hefe und Schimmelpilze mit zwei Stämmen, die eine Allergie fördern können.

 

Der ökologische Zustand des Stuhles bzw. seiner Mikrobiota wird in einem Index (Resilienz Index) erfasst.

Ist der Resilienz-Index niedrig, ist die Mikrobiota gestört und bedarf einer Therapie.

 

Als weitere Therapie besteht die Fremdstuhlgabe durch einem anderen Menschen, insbesondere durch einen Familienangehörigen, aber auch durch eine Fremdperson.

 

Die Problemzone Darm, mit einer erhöhte Permeabilität der Darmschleimhaut (4.5.)

Die Darmschleimhaut bildet die Barriere zwischen dem Darminhalt und dem Kreislauf. Sie der Ort für die natürliche Verstoffwechslung der Nahrung und der Ort der natürlichen Abwehr dem MALT (mucosa associate Lymphoid tissue). Für die intestinale Abwehr ist das GALT (gut associate Lymphatische tissue) verantwortlich. Im GALT finden wir die Immunzellen und Sekretorische IGA.

Dem GALT gehören der Waldeyer Rachenring, die Mandeln, der Blinddarm und die einzelnen Lymphfollikel des Darms, die Peyer´schen Plaques und Lamina proprica des Verdauungstraktes, die sich in der Glatten Muskulatur als Lamina proprica muscularis in der Tunica mucosa befinden. Epithelzellen sorgen im Darm als weitere Barriere dafür, dass keine pathogene Keime und Stoffe aus dem Darmlumen in die Umgebung und Blutbahn gelangen. Die Epithelzellen dichten die Schleimhaut ab. 70% unserer Immunzellen liegen im Darm. Die Tight junctions sind Bausteine die zwischen den Epithelzellen das Abdichten gewährleisten. Es sind schmale Bänder, die eine Verbindung zwischen den Epithelzellen und Darmschleimhaut darstellen. Sie verschließen diese Zwischenräume und gehören zum Immunsystem. Dennoch werden gesunde Stoffe aus dem Darm transzellulär aktiv und kontrolliert pinozytotisch (Aufnahme gelöster Stoffe) durch das Darmepithel geleitet. Sie kontrollieren die Diffusion der Stoffe. Nicht ausgebildete oder zerstörte Tight junctions lassen dann ungehindert toxische Stoffe in die Umgebung und in die Blutbahn. Dieser poröse Zustand wird als Leaky Gut bezeichnet. Eine gestörte Darmbarriere erhöht das Eindringen von Antigenen. Diese dann Entzündungen auslösen und dann Antikörper aktivieren, um diese zu bekämpfen. Krankheiten können entstehen. Wie der Morbus Crohn, die Colitis ulcerosa, das Reizdarmsyndrom. Aber auch indirekte Erkrankungen wie Allergien, Erkrankungen des Respiratorischen Systems oder auch Hauterkrankungen und Erkrankungen des Rheumatischen Formkreises und der Fettleber können sich entwickeln. Das Protein Zonulin reguliert die Tight junctions und wird gebildet wenn die Funktion der Tight junctions gestört ist und ist als Marker im Stuhl und Blut feststellbar.

 

BILD: Normale Transportwege bzw. Diffusion durch die Darmwand (MUSTERBILD Valerius Doris)

 Darmwand1

 

BILD: Die Durchlässigkeit von Toxen durch das Leaky-Gut in der Darmwand (MUSTERBILDER Valerius Doris)

 Darmwand2

 

Pilzinfektionen eine weitere Belastung des Darms (9)

Pilzinfektionen des Darms können den Ruhelaktatwert erhöhen. Das heißt: es besteht in Ruhe ein hoher Laktatwert im Blut, der genauso hoch sein kann, als hätte man einen 30 km Lauf getätigt. Woher kommt dieser hohe Laktatwert. Aus dem anaeroben und aeroben Stoffwechsel des Candida Spezies Pilz entsteht unteranderem das Acetaldehyd was toxisch ist, insbesondere für das Gehirn. Es werden vier Ursprungquellen angegeben.

  1. Alkoholkonsum
  2. Genetische Anomalien
  3. Candidosis
  4. Abgase aller Art

Acetaldehyd wirkt folgender Weise toxisch. Hier einige Bespiele:

  1. Steigerung der Depression
  2. Hemmt das Acetylochin im Autonomen N.S.
  3. Einen Glutamin-Mangel
  4. Begünstigt einen Mitralklappen-Prolaps
  5. Begünstigt eine schlechtere Kapillardurchblutung
  6. Steigert die Kollagenbildung in der Leber
  7. Anstieg der Harnsäure und des Blut Laktates
  8. Stört den Serotoninabbau

Erhöhte Laktatwerte, die nicht in Verbindung mit Sport stehen, können die Leistungsfähigkeit des Menschen stark beeinflussen, die bis zu einem ,,Burnout“ führen können.

 

Mögliche diagnostische Ansätze sind:

  1. Die Laktatmessung bei Nicht- Sportlern
  2. Kontrolle des Blutzuckers
  3. Kontrolle des Cholesterins
  4. Nachweis der Candinose im Stuhl
  5. Genetischer Stuhlprobe mit einem Genetischen Fingerabdruck
  6. Ein D-Arabinatol-Urintest

 

Mögliche Therapieansätze sind, hier ein paar Beispiele:

  1. Homöopathie z.B. Sanum Therapie
  2. Morgens und abends ein Schnapsglas Essig
  3. Natürlicher Birkenrindenzucker

 

 

Die Darm-Hirn-Achse als wichtige Neuronale Verbindung (6)

Der Bauch mit seinem stinkenden, rumorigen Geräuschen oder unappetitlichem Inhalt, aber mit einem speziellen ausgeklügelten Verdauungssystem. Mehr als 100 Millionen Nervenzellen befinden sich im Bauch. Mehr Neurone wie im Rückenmark. Zelltypen, Wirkstoffe und Rezeptoren sind gleich wie im Kopf- Hirn des ZNS. Es ist eine Verbindung auf der körperlichen wie der geistigen Ebene zwischen dem Bauch und dem Gehirn. Psychoaktive Stoffe, wie das Serotonin und das Dopamin, werden sowie im Bauch und dem Gehirn erzeugt. Benzodiazepine, ein Wirkstoff der beruhigende (hypnotische, entspannend) Wirkung hat, wird im Bauch erzeugt. Bei der Ausbildung des Neuralrohrs werden ein Teil der Nervenzellen im Kopf eingeschlossen, der andere Teil der Nervenzellen wandert in den Bauch. Der N. Vagus und das Rückenmark mit den Kernen des Symphatikus ist dann die Verbindung zwischen Kopf und Bauch. Der Nervenarzt Dr. Auerbach entdeckte zwei Schichten eines Netzwerkes von Nervenzellen und Nervensträngen, die sich hauchdünn zwischen zwei Muskellagen befinden und sich von der Speiseröhre bis zum Enddarm ausbreitet.

Der vom Magen kommende Speisebrei wird in den Zwölffingerdarm geschoben. Sekrete aus der Leber bzw. Galle und der Bauchspeicheldrüse zerlegen den Speisebrei. Die eigentliche Verdauung findet dann im 5-6m langen Dünndarm statt. Die kleinen Zotten des Dünndarms nehmen aus der Nahrung Fette, Kohlenhydraten und Eiweiß auf. Über Blutgefäße und Lymphgefäße werden dann die Nährstoffe in Richtung der Leber transportiert. Der 1,5m lange Dickdarm hat die Aufgabe das Wasser und die Elektrolyte zu resorbieren und den Speisebrei einzudicken.

Sensorische Neurone analysieren den Speisebrei. Sie koordinieren die Zusammensetzung der Nährstoffzusammensetzung von Salz und Wassergehalt und Absorption und Ausscheidungsmechanismus.

In einer 75 jährigen Leber gehen ca. 30 Tonnen Nahrung und ca. 500 000 l durch dieses System. Es muss die Nahrung analysieren und die Gefahr von Gefahren und Giften erkennen und meistern. Der Darm ist das größte Immunorgan. Etwa 70% aller Abwehrzellen liegen hier. 500 Spezies von gefährlichen und nützlichen Bakterien, die im gesamten Darm sich befinden, organisieren die Verdauung und Eindickung des Speisebreis mit und sind ein Teil des Immunssystems. Die Hälfte des Stuhls besteht aus Bakterien. Gelangen Giftstoffe in das Verdauungssystem fühlt das Darm- Hirn die Gefahr und gibt dann eine Info an das Gehirn. Der Darm versucht dann mit Erbrechen, Krämpfen und Entleerung sich der Gifte zu entledigen. Der pulsierende Darm macht dann eine Bewegung von oral nach anal, als einen peristaltischen Reflex. Dieses komplexe Transportsystem reagiert auf feinste Druckreize. Dehnt der Speisebrei das Darmsegment, werden mechanosensitiv die Nervenzellen in der Schleimhaut aktiviert. Dadurch werden in der Submucosa Nervenzellen aktiviert, die dann die innere Darmwand aktivieren. Es werden hemmende und aktivierende Signale an die Muskelzellen in der Glatten Muskulatur (Mesoderm) des Darms gesendet, die dann einen wellenförmigen Reflex und damit eine Darmbewegung bzw. Peristaltik auslösen. Dieses Enterische Nervensystem (ENS) besteht aus sensorischen und motorischen Neuronen, die sich in der Submucosa als,,Submucosaler und Myenterischer Plexus bilden. Die dann zu einer Kontraktion und Entspannung der Ringmuskeln und Längsmuskeln führen. Wird das hemmende System zu stark, entspannt der Darm, sodass er am Schluss gelähmt ist, die Folge davon ist eine Obstipation. Schneidet man alle Verbindungen des Enterischen N.S. zu den Organen ab, so dass keine nervalen Reize aus dem Gehirn am Bauch ankommen, so ist das Enterische N.S., unterstützt durch den quellenden Speisebrei, der Bauchatmung und der Bewegung des Menschen (Motrizität) durch den Peristaltische Reflex, in der Lage, eine eigene, aber sehr langsame Verdauung durchzuführen. Viszerale osteopathische Techniken, wie auch andere Bauchmassagetechniken wirken auf die gleiche Weise. Es entsteht eine absteigende Welle in Richtung Anus von Kontraktion und Entspannung. Je tiefer der Verdauungstrakt liegt, desto schwächer ist die Herrschaft des Gehirns. Mund, Speiseröhre und Magen werden wesentlich stärker vom Gehirn regiert. Der Anus also, das Ende des Verdauungstraktes mit seinem Schließmuskel, wird bewusst vom Gehirn gesteuert.

Im Bauch wird 95 % Serotonin, auch ein Glückshormon, gebildet abgegeben und gelagert. Das Bauchhirn produziert weitere 40 Nervenbotenstoffe. Bei Alzheimer und M. Parkinson treten an Gehirn und Bauch gleiche Schädigungen auf. 90% aller Nervenbahnen verlaufen als afferente Nervenbahnen vom Bauch zum Gehirn.

Menschen mit einem Reizdarmsyndrom haben eine hohe Aktivität im Limbischen System mit dem Areal des Unwohlseins. Jedes Unwohlsein bemerkt der Darm durch Darmbewegungen, Gluckern und Ärger mit Unwohlsein. Prüfungsängste spürt man in der Bauchmitte, mit Anspannung und Furcht, was dann im Bauch eine Immunzelle aktiviert. Diese schütten entzündliche Stoffe, wie das Histamin aus, was zu einer Kontraktion der Darmmuskulatur führt. Mit der Folge von auftretenden Krämpfen und Durchfall. Frühe negative Erfahrungen des Darms können die Persönlichkeit des Bauchhirns wie das Kopf- Hirn beeinflussen. Angst und Furcht bleiben im Intestinaltrakt und können die Psyche beeinflussen. Der Bauch kann Stimmungen generieren. Immer, wenn der Darm sich kontrahiert, und dabei Serotonin und andere Nerven-Botenstoffe ausstößt, wenn das Immunsystem aktiviert wird, wird diese Info über den N. Vagus zum Gehirn geleitet. Auf jede Botschaft des Gehirns zum Bauch kommen 9 Botschaften vom Bauch zum Gehirn. Das Gehirn reagiert mit Unwohlsein, Müdigkeit, Heiterkeit, Vitalität, mit schlechter und guter Laune. Emotionale Gefühle beeinflussen auch unseren Schlaf. Nach einem schlechten, schweren Essen kann man einen schlechten Traum haben oder man schläft schlecht.

 

Das autonome oder vegetative Nervensystem die Verbindung zwischen dem Bauch und dem ZNS

 

Gliederung des autonomen Nervensystems

Das autonome Nervensystem entwickelt sich aus drei verschieden klar zu differenzierten Komponenten:

Dem sympathischen, parasympathischen und enterischen Nervensystem. Während sich das enterische Nervensystem in der Wand des Magen-Darmkanals befindet, liegt der Sympathikus und Parasympathikus im Hirnstamm und im Rückenmark. Um ihre Erfolgsorgane zu erreichen verlassen ihre efferenten Axone die Schädelhöhle gemeinsam mit den Hirnnerven und das Rückenmark gemeinsam mit dem Spinalnerven.

 

Die Zentrale Kontrolle des autonomen Nervensystems

Die präganglionären Neurone des Sympathikus und des Parasympathikus befinden sich in der Medulla oblongata und im Hypothalamus. In der Medulla oblongata und im Pons werden vitale Funktionen wie Atmung, Herzkreislaufregulation und die Körpertemperatur unter Einbeziehung afferente Informationssysteme koordiniert. Medulla oblongata und der Pons ist wiederrum die hypothalamische Regulationsebene übergeordnet. Im Hypothalamus der höchsten autonomen Regulationsebene befindet sich die gemeinsame Kontrollinstanz des autonomen und endokrinen Funktionssystems.

Der Hypothalamus kontrolliert die ihm unterstehenden autonomen Zentren in der Medulla oblongata und im Rückenmark über vier absteigende Nervenbahnen. Die meisten dieser Nervenfasern haben ihren Ursprung in den paraventrikulären Kernbereichen des Hypothalamus. Während der mammiliotegmentale Trakt und der Fasciculus longitudinalis dorsalis bereits in der Substantia grisea periaquäductalis und der Formation retikularis terminieren, erreicht die hypothalmomedulläre Projektion den Nucleus Traktus solitarius, den Nucleus dorsalis nervus vagus und eine Reihe anderer Kerne die Medulla oblongata. Die hypothalamospinale Projektion hingegen generiert die Kontrolle über das Seitenstrangsystem des Rückenmarks auf die präganglionären Neuronen des Sympathikus in der Columna intermediolateralis im thorakalen und oberen Lumbalenmark. Die präganglionären Neurone des Sympathikus sind in der Columna intermediolateralis des thorakalen- und oberen Lumbalmarks zwischen C8 und L2 gelegen. Im Gegensatz hat der Parasympathikus seine präganglionären Neuronen im Hirnstamm (85-90%) und im Sakralmark zwischen S2 und S4 (10-15%).

 

 

Das Vegetative Nervensystem bestehend aus Sympathikus und Parasympathikus mit seinen wichtigen Fluiden Stoffen, seinen Aufgaben und seiner Topographie

 

Der Sympathikus mit seiner Aufgabe die Erhöhung der körperliche Leistung

Mit der Überträgersubstanzen an den Synapsen dem Adrenalin und Noradrenalin

Der Parasympathikus als das System der Regeneration und der Erholung und des Aufbaus

Mit der Überträgersubstanz an den Synapsen dem Cholin

 

Der Symphatikus Die Kerne liegen im Rückenmark im Seitenhorn in Höhe von Th1 bis- L2

 

Cervikalregion – Ggl Cervikale superior C2 für Drüsen und Zirkulation des Kraniums

Ggl. Cervikale medius C6 ebenfalls zum Plexus Cardius

Ggl. Cervikale inferior Th  für Herz-Lunge, Zirkulation der Arme

 

Thorakalregion - Plexus Cardius und Pulmonalis von Th1-4

Für Herz-Lunge

  1. Splanchnicus major Th5-9

Versorgung der Oberbauchorgane und der oberen Extremitäten

  1. Splanchnicus minor Th10-12

Versorgung von Dünndarm und Dickdarm

  1. Splanchnicus minimus Th12

Versorgung von Nieren, Hoden und Ovaren

  1. Splanchnicus Pelvis Th12-L2

Versorgung von den Beckenorganen

 

Der kraniale und sakrale Parasympathikus

 Der kraniale Parasympathikus besteht aus folgende Hirnnerven führen parasympathische Fasern:

N. Oculomotorius

N. Faszialis

N. Glossopharyngeus

N. Vagus

Die parasympathischen Hirnkerne heißen:

Nukleus accessorius nervi oculomotorius für den N. Oculomotorius

Ncl. Nervi oculomotorius für den N. Oculomotorius

Beide Nuklei liegen im Bereich des Mittelhirns (Mesencephalon)

Ncl. Salvatorius superior – für den N. Faszialis

Ncl. Salvatorius inferior – für den N. Glossopharyngeus

Ncl. Dorsalis – Ncl. Vagi – für den N. Vagus

Sie liegen in der Medulla Oblongata.

Das verlängerte Rückenmark ist der am weitesten kaudal gelegene Teil des Hirnstammes. In Höhe des Foramen magnum geht das verlängerte Rückenmark in die Medulla spinalis über. In der Medulla oblongata befinden sich die Decussatio pyramidum (Pyramidenbahnkreuzung).

Die Fasern des Traktus corticospinalis lateralis kreuzen hier zur Gegenseite

Der N. Vagus mit seinem Ursprung in der Medulla oblongata und dem Austritt durch das Foramen Jugulare

Der als gemischter Nerv mit motorischer, sensibler und vegetativer Funktionen ausgestattet ist.

Er hat eine Parasympathische Wirkung.

Und hat 20% efferente und 80% afferente Fasern

Motorik (efferente Fasern)

Sensibel (afferente Fasern)

Viszeral – Sensibel (afferente Fasern)

Viszeral – Motorik (efferente Fasern)

 

Die Steuerung des Vegetativen Nervensystems erfolgt über den Hypothalamus

Er liegt unterhalb des Thalamus im Zwischenhirn, hat Verbindung wie auch der Thalamus zum Chiasma Opticum, zum Olfaktorischen und Limbischen System.

Desweiteren hat der Hypothalamus eine Verbindung zur Hypophyse, die von ihm gesteuert wird.

Er bildet das Hormon Oxytocin (wirkt auf die Gebärmutter) und Vasopression, das den Wasserhaushalt und den Blutdruck reguliert und gibt es an den Hypohysenhinterlappen ab.

Eine weitere Aufgabe ist die Steuerung des vegetativen Nervensystems.

Er regelt die Nahrungsaufnahme, den Wasserhaushalt, den Fettstoffwechsel, die Sexualfunktion, die Schweißsekretion, den Blutdruck, die Atemregulation, sowie den Wach- und Schlafrhythmus.

Über die Hypophyse steuert er das Endokrine System.

 

Zentren, die das Vegetative Nervensystem kontrollieren

Der Hypothalamus

Die Formatio Reticularis

Der Thalamus

Die Hypophyse

Die Nuclei

Der präfrontale Cortex

Der orbitale Cortex

Der singuläre Cortex

Der olfaktorische Cortex

 

Kontrollzentren des Sympathicus sind

  1. Zentrum: Cortikal und Subcortikal
  2. Zentrum: Vertebral : Th1-L2/3
  3. Zentrum: Paravertebrale Ganglien: 22 Ganglienpaare
  4. Zentrum: Prävertebral: das Ggl. Coeliaca (re. und li. der Aorta)

                   das Ggl. Mesenterica superior (1 mal)

                   das Ggl. Aorticorenalis (re. und li. der Aorta)

                   das Ggl. Mesenterica inferior (1 mal)

                   das Ggl. Adrenal Medulla

  1. Zentrum: Arterien und Lymphknoten

 

Komplexe Verbindung von vegetativen, sensible, sensorische, hormonellen und Zirkulatorischen Verbindungen bei zum Beispiel einer Colitis als Interozeption.

Interozeption kann verstanden werden als ein Korrelat für die komplexen Verbindungen zwischen Faszien Rezeptoren, Emotionen, und Selbsterkennung.

Interozeptive Empfindungen sind

  1. Wärme-Kälte
  2. Muskelaktivität
  3. Schmerz, Kribbeln, Jucken
  4. Hunger-Durst
  5. Erregung
  6. Geschmack
  7. Herzschlag
  8. Vasomotorische Aktivität
  9. Berührung

Die Afferenzen, dieser Empfindungen ziehen über den Traktus Spinothalamocortikalis von der

Lamina 1 zur Inselrinde.

Sensible Nervenendigungen wie die propriozeptive Mechanorezeptoren werden erregt.

Mechanorezeptoren sind wie:

  1. Muskelspindel
  2. Golgi-Rezeptoren
  3. Pacini-Rezeptoren
  4. Ruffini- Rezeptoren
  5. Nozirezeptoren
  6. Freie Nervenendigungen

80% aller Mechanorezeptoren sind freie Nervenendingungen.

Die freien Nervenendigungen verlaufen über den Thalamus zur Insula.

Der Rest der anderen Rezeptoren verlaufen über den Thalamus zum Cortex.

 

Hier weitere Wichtige Verbindungen zum ZNS über das Rückenmark und die Interna Capsula

Die Interna Capsula liegt medial von Putamen und Globus pallidus und lateral vom Nucleus Caudatus und Thalamus.

Durch die innere Kapsel verlaufen alle zum Cortex aufsteigenden (kortiko-afferenten) und absteigenden (kortiko-efferenten) Fasern.

Die Fasern sind auf engstem Raum zusammengedrängt und verlaufen dann fächerartig nach allen Seiten der Großhirnrinde.

Die absteigenden Pyramidenbahnen passieren im kaudalen Anteil der Medulla oblongata die Decussatio pyramidalis (über dem Foramen magnum). Zirka 85% der Pyramidenbahnen kreuzen dabei zur anderen Seite. Zirka 15% der Pyramidenbahnen laufen homolateral weiter.

In der Region anterior vor dem Sulcus Centralis befinden sich ca. 30% der motorischen Bahnen. In der Region posterior vom Sulcus befinden sich ca. 40% motorische Bahnen (primäres motorisches Rindenfeld). Der Sulcus centralis trennt und unterteilt das Großhirn in den parietalen und den frontalen Großhirnlappen.

Vom Sulcus Centralis, der den parietalen und frontalen Großhirnlappen trennt, stellt sich nach anterior der Homulokulus (Körperteildarstellung) dar.

Um den Sulcus Centralis liegt nach posterior das primär motorische Rindenfeld (Area4) und weiter nach anterior das sekundäre motorische Rindenfeld.

Posterior von dem primären motorischen Rindenfeld liegt das primäre sensible Rindenfeld.

 

Stammganglien (Basalganglien) und innere Kapsel

Es sind subkortikale Kerne (unterhalb d. Gehirnrinde) des Endhirnes und des Zwischenhirn.

Diese Stammganglien bestehen aus dem (von medial nach lateral):

 

   1. Nucleus caudatus

Liegt dem Seitenventrikel an und wird bedeckt vom Hinterhirn des Ventrikels. Er führt graue und weiße Substanz und gehört zum extrapyramidalen Nervensystem

 

  1. Nucleus lentiforme (Linsenkern)

Besteht a. aus dem Globulus pallidus, der medial liegt

  1. dem Putamen, das lateral liegt

Beide führen graue und weiße Substanz und gehören zum extrapyramidalen Nervensystem

 

  1. das Claustrum

Es grenzt nach medial an das Putamen und nach lateral an die Insel-Region

Das Claustrum führt graue Substanz

 

Das Corpus striatum

Wird vom N. Caudatus und dem Putamen gebildet.

Unteranderen wird hier auch Dopamin und Serotonin gebildet.

Es hat bedeutende Aufgaben auf das extrapyramidale Nervensystem.

Die „Parkinson`sche Erkrankung“ sowie die „Chorea Huntington“ werden als Erkrankung des extrapyramidalen N.S. bezeichnet.

Ein Mangel an Dopamin steht in Verbindung mit dem M. Parkinson.

 

Dem Corpus Amygdaloideum

Der N. caudatus verläuft von anterior nach posterior und endet im Corpus Amygdaloideum.

Er hat Anteile am Sexual- und Ernährungsverhalten sowie an Flucht- und Abwehrreaktion.

Diese Funktionen gehören auch zum Limbischen System.

 

Das Limbische System

Ist eine Ansammlung komplizierter Strukturen in der Mitte des Gehirns, das den Hirnstamm wie ein Saum (Limbus) umgibt. Schmerzfasern gelangen auch in das Limbische System, wo sie Schmerzinformationen mit unbewussten oder emotionellen Inhalten vermischen.

Der Hippocampus spielt eine zentrale Rolle bei der Bildung und Verarbeitung von Erinnerungen. Der Hypothalamus kontrolliert u.a. die Hypophyse und damit die Hormonlage des Körpers.

Die Amygdala (Mandelkern) ist für die Stabilisierung der Gemütslage, für Aggression und Sozialverhalten die entscheidende Schaltstelle im Gehirn.

Die Projektion von Schmerzfasern in das Limbische System kann als Basis für die unmittelbare Wirkung von Schmerzen auf das allgemeine Befinden betrachtet werden (Schmerz macht unruhig und traurig…..)

Umgekehrt hat das Limbische System auch Einfluss auf die Schmerzwahrnehmung und kann die subjektive Wahrnehmung abschwächen (….der Glückliche fühlt keinen Schmerz…) oder verstärkten (….Hypochonder….).

 

Funktion des Limbischen System

Hippocampus Gedächtnis, Verhalten, Motivation, Bewusstsein, Orientierung

Gyrus Cinguli Vegetative Modulation, Psycho- lokomotiver Antrieb

Corpus Amygdaloideum Affektverhalten, Affektmotorik,

Beeinflussung vegetativer und sexueller Funktion

Corpus mamillare Gedächtnis, Affektverhalten, Beeinflussung von Sexualfunktion

Gyrus Parahippocampalis Zuteilung von Sinnesinformationen in Regionen des Limbischen Systems

 

Das Eingeweidefett / Viszerales Fett als gesundheitsschädlicher Faktor

Die Bauchhülle bietet Platz für die Organe. Um diese Organe herum kann sich dann Fett ansammeln, das Viszeralfett.

Insgesamt unterscheidet man zwischen zwei Sorten von Fett:

  1. Dem Unterhautfettgewebe, was ungefährlich ist.
  2. Und dem Viszeralen Fett, was sich in Höhlen oder Freiräumen und hier besonders um die Därme anlagern kann und als gesundheitsschädlich angesehen wird.

Insgesamt produziert Fett ca. 200 Botenstoffe, die Adipokine. Zum Beispiel das Interleukine-6, das den Zuckerhaushalt negativ beeinflusst und Gefäßentzündungen verursachen kann.

Das Angiotensinogen, was den Blutdruck steigern kann und damit einem hohen Blutdruck erzeugt.

Diese Botenstoffe können die Blutfette (das Cholesterin) erhöhen. Ebenfalls können sie die Gefäße verstopfen, Ursache einer Diabetes sein, einen hohen Blutdruck erzeugen, fiebrige Entzündungen verursachen, die Leber verfetten, Ursache für eine Demenz sein, den Krebs bilden.

Bei starkem Übergewicht wird der Botenstoff WISPI 1 (Winglesstypesignaling pathway protein) gebildet. Dieser Botenstoff kann dann die Muskelzellen und die Leber negativ beeinflussen. Es wird zu viel Zucker in der Leber freigesetzt. Dehnen sich die Fettzellen aus, wird die Sauerstoffversorgung reduziert. Die Bildung von Blut- und Nervenzellen können sich dadurch reduzieren.

Bei sportlichen Tätigkeiten hingegen wird durch die sportliche Aktivität das Interleukin- 6 natürlich gebildet, durch die Bildung von neuen Muskelzellen wirkt es entzündungshemmend.

Das aufgeblähte Fettgewebe regt das Immunsystem an, in dem es Makrophagen und Fresszellen einströmen lässt. Sie haben die Eigenschaft zum Einem entzündungshemmend und zum Anderen entzündungsfördernd zu wirken. Durch eine Immunologische Reaktion erhöht sich die Körpertemperatur, was eigentlich die Fettverbrennung anregt. Aber durch das überschießende Übergewicht kommt es zu einer weiteren Fettzunahme und zur Zunahme des Körpergewichts.

Eine Reduzierung des Körpergewichts von 5% lässt 20% Viszerales Fett und 30% Leberfett schwinden.

Aber auch Darmbakterien, wie das Bakterium Clostridium ramosum, was vermehrt den Botenstoff Serotonin ausschüttet, beeinflusst das Körperfett. Das Serotonin aktiviert Fett im Darm, was dann in das Blut abgegeben wird. Die Fettpolster im Körper wachsen dadurch schneller. Clostridien kommen vermehrt bei übergewichtigen Menschen vor.

 

Phasen der Heilung und Regeneration von Bindegewebe in Verbindung mit einer Colitis

Die Heilung und Regeneration ist ein komplettes Geschehen in drei Heilphasen.

 

  1. Die entzündliche Phase als Vaskuläre Phase in den ersten beiden Tagen

und als zelluläre Phase zwischen dem 3.– und 5. Tag

Bei einer Verletzung oder Entzündung durch z.B. eine Colitis kommt es zu einem Einströmen von Schmerzmediatoren wie das Serotonin, von Blut, Blutplättchen, Lymphe von Bradykininen, die den Schmerz, die Schwellung und die Entzündung aktiv bekämpfen. Sie sollen das Einströmen von weiteren fluiden Stoffen verhindern und erste Abwehrmechanismen aufbauen. Nährstoffe und Sauerstoff sollen aktiv dem Gewebe zugeführt werden, die Vaskuläre Phase der Regeneration beginnt.

In der zellulären Phase beginnt mit dem Austritt von Plasmaflüssigkeiten und mit der Produktion von kollagenen Strukturen die Umbau Phase. Die klassischen Zeichen einer Entzündung zeigen sich nun mit starken Schmerz, Schwellung, Rötung, Funktionseinschränkung und Hitze in der betroffenen Struktur.

 

  1. Die Proliferationsphase vom 5- bis 21 Tag

In dieser Phase beginnt die Heilung. Das Fibrin, das in der Entzündungsphase aufgebaut wurde, wird nun wieder abgebaut. Das Fibrin hat den Aufbau des Kollagens gefördert. Wird das Fibrin nicht in dem Maße wieder abgebaut, fördert es die Adhäsionen und Verklebung im Gewebe. Dabei verlieren die Kollagenen Fasern, die meist longitudinal ausgerichtet sind, ihren Faserverlauf. Das Kollagen wächst wild in alle Richtungen aus. Daraus können sich Fixationen in Form von Adhäsionen und von Narben bilden, die sich bis in die Tiefe von einer Struktur erstrecken können. Diese Fixationen können erst nach Jahren Probleme machen, ohne dass man dies direkt der Fixation, also der Narbe, zuschreibt. Im Organbereich schränken dann diese Fixationen die Motilität und Mobilität der Organe ein. Im Myofaszialen Gewebe entstehen durch diese Fixation Faszienzüge, die dann weit entfernte Regionen erreichen und somit eine Struktur einschränken können. Zum Beispiel eine Fixation des Iliosacralgelenkes.

 

  1. Ab dem 360. Tag Die Konsolidierungsphase vom 21- bis 60 Tag und als weiter Organisationsphase vom 60- bis 360 Tage

Hier wird das gesamte Milieu des Gewebes formiert und gefestigt. Gesundes Gewebe kann die Phasen sehr gut und erfolgreich beenden. Der Patient hat keine Probleme mehr. Das Bindegewebe, welches aus Kollagenfasern und Elastin besteht, kann bei schlechter Heilung diesen Prozess nicht erfolgreich abschließen. Älteres Bindegewebe, Bindegewebe umgeben von einem schlechten Milieu, fehlender körperlicher Aktivität, führen zu einer Beeinträchtigung einer vernünftigen Rekonvaleszenz. Mit entsprechender therapeutischer Begleitung, wie zum Beispiel mit gezielten physiotherapeutischen Behandlungen, durch gezielte osteopathische Therapien oder anderer komplementärer Therapien fördern diese eine gute Heilphase.

 

Immunsystem (10.)

Unser Immunsystem ist 24 Stunden im Einsatz.

Wir sprechen von vier verschiedenen Immunsystemen.

Das erste sind die Immunglobuline:

Die Antikörper IgA: Wirkt an Schleimhäuten von Darm, Lunge und Blutgefäße.

Die Antikörper IgG: Wirkt im Blut.

Die Antikörper IgE: Wirkt in Verbindung mit Histamin.

Weitere Antikörper sind das IgM und IgD.

Das zweite Immunsystem befindet sich in der Leber mit den Kupffer`schen Sternzellen.

Das dritte Immunsystem umfasst die Leukozyten.

Das vierte Immunsystem sind die Gliazellen im Gehirn

 

Die Embryologische Entwicklung aller 3 Keimblätter (6)

Hier ein kurzer Überblick über die embryonale Entwicklung des Menschen.

Bildung der Blastozyste in der Uterusschleimhaut – 1. Woche

Festsetzen der Blastozyste in der Uterusschleimhaut – 2. Woche

Bildung des Trophoblast (äußerer Zelllage)

Bildung des Embryoblast (innere Zellmasse)

 

Aus den Zellen des Embryoblasten bildet sich in der

  1. Woche das Entoderm (1. Keimblatt) und in der
  2. Woche das Ektoderm (2. Keimblatt).

Um den 13. Tag entsteht ein neuer Hohlraum der Sekundäre Dottersack. Der dann ab dem 20. Tag zur Nabelschnur übergeht.

Ab der 3. Woche bildet sich zwischen dem Entoderm und Ektoderm das Mesoderm (3. Keimblatt).

Um die 4. Woche entsteht der Embryo (Blechschmidt). Kopf-, Hals- und Rumpfregion sind gut unterscheidbar. Herz- und Gefäßanlagen und die Leibeshöhle beginnen sich zu entwickeln.

In der 3. Woche erfolgt die Bildung der Chorda dorsalis (spätere Rückenmark).

Die Bildung der Somiten (Urwirbel) findet am Ende der 4. Woche statt, das Sklerotom (Wirbelanlage) entsteht.

Aus der Chorda dorsalis entsteht das Neural- Rohr und aus dem Neural- Rohr

die Wirbelsäule.

Es bildet sich eine Neural- Leiste.

Aus der Neural- Leiste entstehen die Meningen, die Pigmentzellen, das Spinal Ganglion, das Autonome Ganglion, die Ganglien für die Hirn-Nerven, die Muskeln und Knochen des ZNS, das Nebennieren Mark sowie das Perineum.

Der Dottersack wird in den Embryo hineingezogen, um das Darmrohr entsteht der Magen-Darmtrakt.

Kopf, Brust und Bauchraum entstehen gemeinsam vor den Extremitäten.

Das Herz liegt am Septum Transversum, welches am Hals liegt.

Aus dem Septum Transversum entsteht das Zwerchfell, welches in der Höhe des 3-5 cervikalen Somiten liegt.

Intraembryonal wird die Körperhöhle in drei Höhlen unterteilt, die Perikardhöhle, die Pleurahöhle und die Peritonealhöhle.

Das Herz und das Septum Transversum wandern später in den Thorax.

Um den Embryo wird eine Hülle gezogen, die mit der Plazenta verbunden ist.

Die Armknospen entstehen in Höhe von C5-C8 und die Beinknospen in Höhe von L3-L5 in der 3-8 Woche.

Nach innen entsteht das Darmrohr.

Um das Darmrohr entstehen ab der 4.- 8. Woche die Organe.

Toxen, die in diesen Wochen auf die Organe einwirken, schädigend die Organe und Körperteile.

 

Das Atemsystem (Embryologische Entwicklung)

In (Jane E. Carreiro) der vierten Schwangerschaftswoche bildet sich die primitive Lungenknospe als eine Ausstülpung auf der ventralen Seite des Vorderdarms. Sie teilt sich in zwei Bronchialstämme, die sich zu Bronchialknospen verzweigen. Die Bronchialknospen sind von einem Gefäßplexus umgeben, der aus der embryonalen Aorta entsteht. In der 26. bis 28. Schwangerschaftswoche teilen sich die Bronchialknospen, und die Lunge geht in einen sackförmigen Zustand über. Die Bronchien beginnen sich zu weiten. An der inneren Oberfläche bildet sich eine Falte mit einer doppelten Kapillarschicht, die durch eine dünne Basalmembran vom Luftraum getrennt ist. Mit der 32. Woche sind schon zahlreiche alveoläre Strukturen gebildet. Vor der Geburt sind die Alveolen flüssigkeitsgefüllte Säckchen. Bei der Geburt besitzen die Alveolen ein doppeltes Kapillarnetz, was zu einem Netz zusammen schmilzt. In den ersten 18 Monaten geht der Prozess der Faltenbildung, der Verzweigung und Verlängerung der Alveolen weiter. In den ersten drei Jahren wächst die Zahl der Alveolen von 20 Millionen auf 200 Millionen an. Ab dem 3. Lebensjahr verlangsamt sich der Prozess der Falten und Septen Bildung im Verhältnis zum Wachstum des Menschen bis zum 18. Lebensjahr.

 

Der Gastrointestinal Trakt (Embryologische Entwicklung)

Der menschliche Verdauungstrakt beginnt in der vierten Schwangerschaftswoche als 4 mm lange Röhre und erreicht zum Zeitpunkt der Geburt eine Länge von 4 m. Er besteht aus glatter Eingeweidemuskulatur, mit Ausnahme dem proximalen Ösophagus und dem Anus, wo gestreifte Muskulatur vorliegt, die eine willkürliche Kontrolle ermöglicht. Der primitive Darmtrakt bildet sich als Entfaltung der Keimscheibe. Der Mitteldarm mit seinem Mesenteriums verlängert sich und dringt in das umbilicale Zölom. Mit der 6. Woche beginnt der Darm den Prozess der Rotation und Migration, den er in der 20. Schwangerschaftswoche abschließt. Pankreas, Leber und Gallenblase bilden sich ab der 6. Woche als Knospen am embryonalen Darm. Die Organe des Gastrointestinal Systems sind von einer dünnen Membran umgeben dem Peritoneum. Der embryonale Darm beginnt seine Entwicklung im Peritoneum. Es folgt ein Prozess des Wachstums, der Rotation und um Verlagerung und sich innerhalb des peritonealen Gewebes aufhängt. Einige Bauchorgane wie Leber und Magen haben bei der Drehung der Organe nach vorne bewegt und sind mit einer dünnen peritonealen Membran dem

Die Organe fangen an sich zu drehen, im Uhrzeigersinn, von oben gesehen, wobei das Duodenum im Mittelpunkt liegt.

Bei der Drehung des Magen um 90° (große Kurvatur dreht nach links) entsteht eine Falte (eine Höhle hinter dem Magen), die Bursa Omentalis.

Die Magen-Drehung ist verantwortlich für das C- förmiges Aussehen des Duodenums.

Galle und Pankreaskopf sowie der Pankreasschwanz haben ursprünglich getrennte Ausgänge.

Durch die Magendrehung kommen Pankreaskopf und -schwanz zusammen, es entsteht ein gemeinsamer Ausgang für die Pankreas und die Galle.

Die Leber dreht bei der Magendrehung nach hinten außen und nach rechts und verwächst mit dem Zwerchfell.

Durch die vorgeburtliche Entwicklung haben wir ein Vorwissen vom eigenen Körper. Wenn es uns auch selten bewusst ist, so äußert es sich doch unverkennbar in vielen Gesten. Hier können wir Psychisches und Somatisches nicht voneinander trennen.

 

Wie werden diese Gewebsarten (Keimblätter) neurologisch gesteuert

Ihre Steuerung erfolgt über folgende Regionen unseres Gehirns.

Über das Stammhirn (Medulla oblongata, Pons, Mesencephalon) was das Entoderm neurologisch steuert.

Das Kleinhirn steuert neurologisch das Alt- Mesoderm (Mesoderm).

Das Großhirnmarklager (Basalganglien, Claustrum, Corpus amygdaloideum) steuert neurologisch das Neu- Mesoderm (Mesoderm).

Die Großhirnrinde steuert neurologisch das Ektoderm.

 

Erläuterung

Das Althirn bildet sich aus dem Stammhirn, der unteren Hälfte des Mittelhirnes und des Kleinhirn auf.

Das Neuhirn oder Großhirn bildet sich in die obere Hälfte des Mittelhirnes, den Thalamus, den Hypothalamus und die Großhirnrinde auf.

Das Stammhirn (Althirn) steuert das Entoderm, aber das Kleinhirn steuert extra das Alt- Mesoderm, welches es ein Teil des Mesoderms darstellt. Das Mesoderm wird gebildet aus dem Alt- Mesoderm (und wird gesteuert vom Kleinhirn), und dem Neu- Mesoderm (wird gesteuert vom Marklager).

 

Gehirnobergruppen: Althirn Neu-Großhirn

Gehirneinzelteile: Stammhirn Kleinhirn Marklager Großhirn

Gewebsart: Entoderm Altmesoderm Neumesoderm Ektoderm

Keimblätter: Entoderm Mesoderm Mesoderm Ektoderm

 

Der Entoderm-Typ nach Garoli (8)

Der Arzt und Osteopath mit langjähriger praktischer Erfahrung in Fernöstlichen Diagnose und Therapieformen mischte Schulmedizinische, Embryologische, Osteopathische, Fernöstliche Therapieformen mit der Pathophysiognomie Erkenntnisse und entwickelte ein eigene Diagnostische Betrachtung mit eigen Therapeutischen Ansätzen die er dann mit Osteopathischen Therapien behandelt.

 

Welches Naturell steht für den Ento- Typ nach der Pathophysiognomie:

Er gilt als Viszeraler Typ und steht für die Drüsenorgane, für das Blut und die thorakalen und abdominalen Organe.

Er liebt die Ruhe, den Lebensgenuss und die Gemütlichkeit.

Er neigt zu Fettsucht und gutes Essen.

Sein Temperament zeigt körperliche und geistige Trägheit und Passivität.

Er lebt ohne eine körperliche und geistige Spannung.

Er lebt die Langsamkeit, aber auch die Ruhe Entscheidungen zu Treffen.

Wichtige Entscheidungen fallen ihm schwer.

Er liebt Lebensgenuss wie kulinarische Formen.

Seine Haut ist eher weich, das Haar ist voll und kräftig.

Er neigt einer trockenen Haut, hier sollte mehr die Bauchorgane behandelt werden, bei der feuchten Haut denken wir mehr an das Lungenorgan.

Seine Sprache ist ruhig und langsam.

Die Muskulatur wirkt schwach und neigt zur Hypotonie.

Das Auge wirkt klein, die Nase ist weich und kurz und die Ohren sind groß und fleischig.

Er zeigt mehr einen runden Schädel, die Schultern stehen mehr in Innenrotation.

Er hat einen relativen kurzen Oberkörper mit mehr langen Beinen.

Das Zwerchfell steht mehr in Innenrotation.

Insgesamt bewegt sich sein Körper weniger in Rotation, dafür mehr in Flexion und Extension.

Er wird geprägt durch ein starkes Prolaktin, das Dopamin ist reduziert.

Er sollte abends weniger essen.

Sein Körper hat viel extrazelluläres Wasser im intestinalen Raum, was günstig für mehr Veno- Lymphatische Behandlungstechniken ist.

Den Raum zwischen dem Os Occipital und Atlas und Axis (für das Ggl. Cervikalen superior, den Gefäßen und Nerven, die das Foramen Jugulare verlassen) sollte behandeln.

Die Sternum—Chondralgelenke, die Chondrale- Costalen Gelenke und Costale- Vertebrale Gelenke müssen in der Therapie berücksichtigt werden.

Die Brustwirbelsäule zwischen TH9-12 sollte behandeln.

Die Thorakale Organe und Abdomianaleorgane stehen zur Behandlung im Vordergrund.

 

Die Beschreibung des Entoderm- Typ

Der Endo- Typ wird als Phlegmatiker (Schwerfälliger Typ) mit dem Bezug zum Wasser bezeichnet.

Er steht zum Viszeralen System mit seiner Anatomie, den Funktionen und Dysfunktionen.

Er steht zum Sternum, zum Prolaktin, zur Hypophyse, und TH9-12.

Neurologisch wird der Endo- Typ vom Stammhirn (Medulla Oblongata, Pons, Mesencephalon) gesteuert.

 

Im Kopfbereich:

Den Hypophysen- Vorderlappen.

Die Tränen,- Ohrspeichel,- Unterkieferspeichel,- Unterzungenspeicheldrüse.

Die Submucosa der Nasen,- und Mundschleimhaut.

Das Drüsengewebe der Hals- und Nasenmandel.

Anteile der Gefäßmuskulatur

 

Den Atemtrakt:

Die Becherzellen der Bronchien und die Lungenbläschen.

 

Im Verdauungstrakt:

Die Schild,- und Nebenschilddrüse.

Die Submucosa der Speiseröhre und die Magenschleimhaut (werden teilweise vom Entoderm und Ektoderm gebildet).

Das Drüsengewebe der Leber und Bauchspeicheldrüse.

Dem Zwölffingerdarm, der Dünndarm,- Blinddarm,- Dickdarm,- Sigmoid,- und Rektumschleimhaut sowie dem Wurmfortsatz.

Anteile der Vorhofmuskulatur (90% glatte M. und 10% quergestreifte M.)

 

Der Uro- Genitaltrakt:

Die Sammelrohre des Nierenmarks.

Die Blasen,- Gebärmutterkörper,- und Eileiterschleimhaut.

Das Bartholinsche,- und Prostatadrüsengewebe.

Die Innenseite der Vorhaut des Penis.

Die Eizellen des Eierstockes.

 

Osteopathisch steht es in Verbindung, nach Dr. Garoli, mit dem Os Sphenoid,- dem Os Occipital und dem Sternum mit den entsprechenden anatomischen Verbindungen den Funktionen und Dysfunktionen.

Auf der Neurovegetativen Ebene steht der Entoderm-Typ für einen starken Parasympathikus.

Auf der hormonellen- Ebene ist geprägt durch ein starkes Prolaktin. Es steht für Wohlbefinden und Entspannung. Es kann beim Mann zur Bildung einer weiblichen Brust führen.

 

Das Entoderm wird Hormonell von dem Prolaktin und dem Dopamin beeinflusst.

Prolaktin

Seine Produktion findet in Hypophyse nachts in der zweiten Schlafphase statt.

Seine Aufgabe:

Es bewirkt das Wachstum der Brustdrüse und führt zur Milchproduktion.

Es wird auch als Kuschelhormon bezeichnet.

Es unterdrückt den Eisprung (Follikelsprung) bei erhöhter Produktion.

Bei erhöhter Produktion kommt es beim Ausbleiben der Menstruation.

Ein hoher Prolaktinwert bei einer Frau besteht die Gefahr eines Tumors.

Ein hoher Prolaktinwert führt beim Mann zu Erectionsstörungen und Libioverlust und Bildung einer weiblichen Brust.

Der Gegenspieler des Prolaktin ist das Dopamin. Bei einem Mangel kann es zur Beeinflussung der Extrapyramidalen Motorik kommen. Mit Muskelschmerzen, einer depressiven Stimmung und Bewegungsverlust.

 

Dopamin

Seine Produktion findet in der Substanzia nigra und der Area tegmentalis im Mesencephalon sowie in den Basalganglien statt.

Seine Aufgabe:

Es reguliert über das vegetative Nervensystem die Durchblutung der Organe.

Es hat Einfluss auf die extrapyramidale Motorik.

Er steht in Beziehung zur Clavicula, dem Oxytocin, der Hypophyse und 1.-4. Brustwirbeln und deren anatomischen Verbindungen, mit ihren Funktionen und Dysfunktionen.

Es ist der Gegenspieler von Dopamin ist das Prolaktin und hemmt die Ausschüttung von Prolaktin.

 

ENTODERM nach Garoli

 

Hat ein starkes Prolaktin mit einer Verbindung zur Hypophyse

Dreieck

 

Steht in Verbindung zum

Os Sphenoid

Os Parietale

Os Sternum

Parasympathikus

Organen

IR der Schulter

 

 

 

            Mit einem Mangel an Dopamin und Verbindung zum Mesencephalon und den Basalganglien

Grafik Gerhard Valerius

 

 

Eine Neurovegetative Betrachtung des Menschen in Bezug auf eine Sympathische und Parasympathische Balance

 

Das ERGOTROFE System

Es steht für eine sympathische Phase

  1. Das Gewebe und die Struktur haben einen schnellen Rhythmus.
  2. Die Entgiftungsorgane sind überlastet.
  3. Das endokrine System reagiert mit einer Müdigkeit in drei Stufen
    1. Subklinische Unterfunktion
    2. Biokinetische Phase
    3. Strukturelle Änderung der Neben Nierenrinde
  4. Erhöhung der Sensibilität der Sinnesorgane
  5. Die Reflexe sind erhöht
  6. Hohe Sympathikus Aktivität
  7. Anstieg von Adrenalin und Testosteron
  8. Schwächung des Zentralen Immunsystem in Thymus und Rückenmark
  9. Reduktion von Serotonin was eine Depression erzeugen kann
  10. Hohe Aktivität des Cortex

 

Das Tropotrope System

Es steht für die parasympathische Phase

  1. Der Mensch wird Lethargisch
  2. Das Endokrine System reagiert mit Veränderung der Neben Nieren Tätigkeit
    1. Die Insulinproduktion wird erhöht, und damit erhöhen sich die Kohlenhydrate im Blut
    2. Erhöhte Fetteinlagerung in und um die Organe
  1. Dies geschieht in folgenden Phasen
    1. Phase 1. Es entsteht eine Hyperglykämie und eine Nebennierenunterfunktion

Der Patient hat nach dem Essen Hunger und ist noch sehr dünn

    1. Phase 2. Es entsteht ein Fettmetabolismus

Der Patient reagiert wesentlich empfindlicher auf Entzündungen

Hormone, die die Entzündung fördern, werden im Fett gebildet

Er kratzt sich mehr an der Haut, weil in der Haut Kreatone liegen

    1. Phase 3. Ist die Inflammation, die Entzündungsphase
    2. Phase 4. Veränderung des Habitus der Person

Die Männer werden weiblicher, die Frau wird männlicher.

Bei Kindern ist die Geschlechtsreife gestört

  1. Die Sensibilität der Sinnesorgane ist niedrig
  2. Die Reflexe sind reduziert
  3. Der Sympathikus ist niedrig
  4. Der Cortex ist entspannt
  5. Das Immunsystem ist gehemmt
  6. In der Nacht kommt es zum Anstieg von Insulin, Östrogen und von Wachstumshormonen

 

 

Mögliche begleitende Osteopathische Therapie

 

Kraniale Therapie

  1. Behandlung des Foramen Jugulare mit dem Os Temporale und Os Occipitale für den N. Vagus
  2. Behandlung des Hypothalamus, Epithalamus und Hypophyse
  3. Behandlung des Sacralen Parasympathikus

 

 

Parietale Therapie

  1. Behandlung der Paravertebralen Ganglien von Th4-bis Th12 über die Rippen-Wirbelkörpersegement durch z.B. Rib- Raisingtechniken oder Muskelenergietechniken oder auch Positional Release Techniken.
  2. Behandlung des Occiput Atlas Axis Komplexes
  3. Behandlung im Verlauf des N. Vagus von kranial zum Abdomen
  4. Behandlung für das Os Sacrum
  5. Behandlung für das Zwerchfell und den M. Iliopsoas in Verbindung mit Viszeralen Techniken

 

 

Viszerale Therapie

  1. Behandlung des Peritoneums
  2. Behandlung des Colon und Duodenum
  3. Behandlung der Abdominalen Ganglien und Plexen
  4. Zirkulatorischen Techniken für die Arterien, Venen, Lymphe und dem Liquor.
  5. Begleitende Behandlung der weiteren Abdominalen Organe

 

Ziel der Osteopathischen Therapie

  1. Tensionen und Adhäsionen lösen und entspannen
  2. Verbesserung der Motilität,- Mobilität und Motrizität der Organe und der Abdominalen Kavität
  3. Verbesserte Veno- Lymphatischen Dränage
  4. Verbesserte arterielle Zirkulation
  5. Reorganisation des Symphatikus
  6. Stärkung des Parasympathikus
  7. Entlastung der Diaphragmen
  8. Verbesserung der Atmung und Entlastung von Herz und Kreislauf
  9. Verbesserung der Allgemeinen Vitalität

 

 

 

 

Literaturhinweise:

  1. Funktionelle Embryologie, Rohen-Lütjen-Drecoll
  2. Osteopathische Medizin, Zschocke
  3. Institut für Mikroökologie Herborn
  4. Deutsche Zeitschrift für Osteopathie, Huss
  5. SANUM-Post, Sonntag
  6. Wie der Bauch den Kopf bestimmt, GEO
  7. Pädiatrie aus osteopathischer Sicht, Jane E. Carreiro
  8. Fortbildung – Genetische Biotypologie in der Osteopathie
  9. Pilzinfektion – SANUM – Post – Dr. Aschoff
  10. Immunsystem –SANUM-Post- Dr. med. Wiechel

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